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Eine Quarzstein-Arbeitsplatte verbindet die Optik von Naturstein mit einer porenfreien und sehr pflegeleichten Oberfläche. Das Material besteht zum größten Teil aus natürlichem Quarz, der gemahlen, mit Harz gebunden und zu Platten gepresst wird. Nobilia und Schüller führen Quarzstein in ihren Programmen, in hellen, dunklen und gesprenkelten Farben. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie sich das Material in der Küche verhält und welche Punkte bei der Planung zählen.
Aufbau des Materials
Quarzstein besteht zu rund 90 Prozent aus Quarzsand und Quarzkörnern. Harze binden die Körner, Farbpigmente bestimmen den Ton. Hoher Druck presst die Masse zu einer dichten Platte ohne Hohlräume. Fachleute sprechen auch von Quarzkomposit. Die Zusammensetzung erlaubt gleichmäßige Farben, die bei echtem Naturstein kaum vorkommen. Die Platten entstehen in großen Formaten, sodass auch Inseln oft ohne Fuge auskommen.
Optik und Farben
Das Spektrum reicht von reinem Weiß und warmen Sandtönen bis zu tiefem Schwarz. Viele Dekore zeigen feine Sprenkel, andere erinnern an Marmor mit zarten Adern oder an Beton. Nobilia führt die Serie Epic mit Tönen wie Raw, White, Black, Easy Clay und Ash Grain. Platten derselben Farbe sehen nahezu identisch aus, sodass lange Zeilen und Inseln ein einheitliches Bild zeigen. Helle Töne lassen kleine Küchen größer wirken, dunkle Platten setzen vor hellen Fronten einen klaren Rahmen.
Porenfrei und hygienisch
Die Oberfläche nimmt keine Flüssigkeit auf. Rotwein, Kaffee oder Öl bleiben auf der Fläche liegen und lassen sich abwischen, bevor sie einziehen. Eine Imprägnierung entfällt, anders als bei vielen Natursteinen. Quarzstein reagiert anders als Marmor kaum auf Zitronensaft oder Essig. Keime finden in der geschlossenen Struktur kaum Halt, sodass sich die Platte gut zum Vorbereiten von Fleisch, Fisch und Gemüse eignet.
Härte bei der Küchenarbeit
Quarz zählt zu den härtesten Mineralien. Messer hinterlassen auf der Fläche kaum Spuren, eher wird die Klinge stumpf. Schneiden Sie trotzdem auf einem Brett, damit Ihre Messer scharf bleiben. Schwere Töpfe und Geschirr verkraftet die Platte problemlos. Die Kanten schützen Sie vor harten Schlägen, denn dort können kleine Abplatzungen entstehen. Eine leicht gefaste oder gerundete Kante senkt dieses Risiko spürbar.
Hitze und Sonnenlicht
Das Harz im Material setzt der Hitzebeständigkeit Grenzen. Kurze Wärme schadet nicht, ein heißer Topf direkt vom Kochfeld kann die Oberfläche jedoch verfärben oder Spannungsrisse auslösen. Stellen Sie Pfannen und Bräter deshalb immer auf einen Untersetzer. Starkes Sonnenlicht kann helle Töne mit den Jahren leicht verändern. Quarzstein eignet sich daher nicht für Außenküchen.
Stärken und Ausschnitte
Nobilia liefert Quarzstein in 12 und 38 Millimeter Stärke, passende Nischenverkleidungen messen 12 Millimeter. Schmale Platten wirken leicht und elegant, starke Platten geben einer Insel Gewicht. Kochfelder und Spülen lassen sich flächenbündig einsetzen oder unter die Platte bauen. Ausschnitte, Abtropfrillen und Kantenprofile fertigt der Fachbetrieb erst nach dem genauen Aufmaß in Ihrer Küche.
Reinigung und Pflege
Ein feuchtes Mikrofasertuch und etwas mildes Spülmittel genügen für die tägliche Reinigung. Fettspritzer vom Kochfeld lösen sich damit schnell und rückstandslos. Kalkränder entfernt ein Kalkreiniger, den der Hersteller ausdrücklich für Quarzstein freigibt. Scheuermilch, Backofenspray und Abflussreiniger greifen das Harz an und gehören nicht auf die Platte. Ein Ölen oder Versiegeln braucht Quarzstein nie.
Quarzstein oder Naturstein
Naturstein ist ein gewachsenes Material, jede Platte bleibt ein Unikat mit eigener Zeichnung. Quarzstein entsteht im Werk und fällt dadurch berechenbarer aus. Naturstein verträgt Hitze besser, braucht je nach Gestein aber regelmäßig eine Imprägnierung. Quarzstein ist dichter und unempfindlicher gegen Flecken. Mehr zu Granit, Quarzit und Marmor lesen Sie auf unserer Seite zur Naturstein-Arbeitsplatte.
Kosten und Zeitplan
Der Preis richtet sich nach Farbe, Stärke, Länge, Anzahl der Ausschnitte und Kantenbearbeitung. Schlichte Unitöne kosten meist weniger als aufwendige Dekore mit Marmorzeichnung. Planen Sie zudem die Fertigungszeit ein: Zwischen Aufmaß und Einbau vergehen in der Regel einige Wochen. Eine provisorische Platte überbrückt diese Zeit häufig, sodass Sie die Küche bereits nutzen können. Lassen Sie sich die Kosten für Ihre konkrete Planung aufschlüsseln.
Fazit: Quarzstein-Arbeitsplatte
Eine Quarzstein-Arbeitsplatte passt zu Ihnen, wenn Sie eine robuste, porenfreie Fläche mit gleichmäßiger Optik suchen und auf das Imprägnieren verzichten möchten. Sie kostet deutlich mehr als Schichtstoff, behält ihr Aussehen dafür aber sehr viele Jahre lang. Sie vergleichen in unserer Ausstellung in Worms Muster im echten Licht direkt neben Ihren Wunschfronten. Wir koordinieren anschließend Aufmaß, Fertigung und Einbau, sodass Sie nur einen Ansprechpartner haben. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin bei Möbel Gradinger.
